Aus unserem Archiv

Else Lasker-Schüler-Preis Verleihung am 17.04. 2026

Im Namen von Else Lasker-Schüler vergeben wir unseren Lyrikpreis. Sie waren herzlich eingeladen zur festlichen Vergabe dieses Preises 2026 an Wolf Biermann – siehe auch Attachement unten.

Die Laudatio hält Günter Baby Sommer.

 

Mit der Auszeichnung würdigte die Else Lasker-Schüler-Gesellschaft einen der prägendsten deutschsprachigen Lyriker und Liedermacher der Nachkriegszeit, dessen Werk bis heute für eine widerständige, politisch wache und poetisch eigenständige Sprache steht. Die Preisvergabe knüpfte zugleich an die Tradition des Else Lasker-Schüler-Lyrikpreises an, literarische Stimmen auszuzeichnen, die ästhetische Radikalität und gesellschaftliche Haltung miteinander verbinden.
Mit Musiken von Wolf Biermann, Uli Johannes Kieckbusch (p) und Herbert A. Mitschke (sax).

 

Die Preisverleihung fand am 17. April um 18 Uhr in der Glashalle der Stadtsparkasse Wuppertal, Johannisberg 1, statt.

 

Bitte per Mail an:

[email protected]

       Unzensiert: Briefe aus dem Iran 

Künstler und Künstlerinnen unter dem Mullah-Regime
Zeit:             Sonntag, 26. April, 18.00 Uhr
Ort:              INSEL, Wiesenstr. 6, Wuppertal-Elberfeld

 

Kooperationsveranstaltung der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft mit der INSEL.

Der deutsch-iranische Künstler Mehrdad Zaeri im Gespräch mit Torsten Krug.
                                                 Es liest Julia Wolff.


Die blutig niedergeschlagenen Aufstände der Menschen im Iran liegen schon wieder einige Wochen zurück. Doch die Repressionen in diesem „Gottesstaat“ halten weiter an. Aktuell überschlagen sich die Ereignisse, und diese Veranstaltung bekommt jeden Tag einen neuen, keinesfalls weniger Sinn. Auch zu leiden haben unter der Unfreiheit des Mullah-Regimes Schriftstellerinnen, Filmemacher und andere Künstlerinnen. Was das bedeutet, thematisiert der Deutsch-Iraner Mehrdad Zaeri am 26. April in Wuppertal im Gespräch mit dem Autor und Regisseur Torsten Krug. Die Schauspielerin Julia Wolff liest aus unzensierten, bislang unveröffentlichten Briefen einer persischen Autorin an Mehrdad Zaeri, der ihre eindrucksvollen Texte übersetzt hat:
„Meine iranische Freundin ist Autorin und Journalistin. Da sie seit Jahren nicht mehr als schreibende Frau öffentlich arbeiten darf, schreibt sie im Hintergrund Drehbücher für Filme und produziert eine eigene Podcast-Reihe. Wir sind uns in der ‚echten Welt‘ nie begegnet. Seit etwa zehn Jahren schreibt sie mir aus ihrem alltäglichen Leben. Sie lässt mich so das innere wie äußere Leben einer jungen Frau im heutigen urbanen Tehran verstehen. Ich selbst, wohnhaft im demokratischen Deutschland, in Mannheim, bin Buchillustrator, Geschichtenerzähler und Street-Art-Künstler. Gemeinsam mit meiner Frau Christina Laube realisiere ich seit 2016 unter dem Namen DUO SOURATI (persische Bedeutung: Altrosa) großformatige Zeichnungen auf Hausfassaden.“

                       Der Eintritt ist frei. Es wird um Spenden für die iranische Autorin gebeten.

Unterschriftenaktion/Petition  der ELSG 2025/26:          Umbenennung der Hindenburgstraße in Wuppertal

Foto: Hindenburgs Handschlag mit Hitler

 

Unsere Petition wurde über 1.100 mal unterstützt und an die Wuppertaler Oberbürgermeisterin Frau Scherff übergeben.

 

Vielen Dank!

Almanach zum XXIV. Else Lasker-Schüler-Forum 2023

Else Lasker-Schüler-Almanach zum 
XXIV. Else Lasker-Schüler-Forum 2023

 

Else Lasker-Schüler hat mit ihrem Gedicht „Weltflucht“ und dessen Anfangszeile „Ich will in das Grenzenlose…“ Titel und Themen des XXIV. Else Lasker-Schüler-Forums im Mai 2023 vorgegeben. Die Beiträge werden jetzt in diesem reich illustrierten 15. „Almanach“ publiziert, den wir hier zum Downloaden anbieten. Dabei beleuchten die Autorinnen und Autoren das Grenzenlose aus verschiedenen Blickwinkeln: so schaut u.a. der renommierte Ästhetik-Professor Bazon Brock auf die „Horizonte der Kunst“, EX-EU-Erweiterungskommissar Günter Verheugen blickt auf „Grenzfragen“, Gerold Theobalt auf „die letzte Grenze“, den Suizid von Schriftstellern im Exil. Der Astronaut Reinhold Ewald weitet die Sicht in das unendliche All und die Müllprobleme von uns „Weltallbürgern“ im Orbit. Die Ex-PEN-Präsidentin Ingrid Bachér machte sich sorgenvolle Notizen zum Krieg in der Ukraine. Als Gastbeitrag ist die Rede von Özlem Genç abgedruckt, Enkeltochter von Mevlüde Genç, gehalten bei der Gedenkveranstaltung 30 Jahre  nach dem Brandanschlag auf ihre Familie in Solingen. Das Buch aus dem Peter Hammer Verlag hat 300 Seiten, gefördert durch Spenden aus der Mitgliedschaft und von der Stadtsparkasse Wuppertal.

 

Stückabdruck im Almanach: GRENZGANG Rote Linien von Herbert A. Mitschke (ab Seite75) - UA: Mai 2023 Solingen "Zentrum für verfolgte Künste"

 

 


SWR-Sendungen 20.-27. März 2026

Die Mondfrau sang im Boote -
musikalische Annäherungen an Else Lasker-Schüler

Sendezeit: 9.05-10.00 Uhr

Lyrikerin und Liebende, Performance-Künstlerin und Pionierin der Autorinnenrechte, Orientbegeisterte und Heimatliebende, Vertriebene, selten Gefeierte und viel Geschmähte: Die Biographie von Else Lasker-Schüler (1869-1945) ist genauso schillernd wie erschütternd. Ihre klang- und machtvollen Verse allein sind bereits Musik.

Keine Dichterin der deutschen Sprache ist - in buchstäblich allen musikalischen Sparten - öfter vertont und gesungen worden: von bekannten Namen wie Paul Hindemith und Friedrich Hollaender über André Previn bis Katja Ebstein, aber auch von selten gehörten Tonschöpfern wie Wilhelm Rettich, Erich Walter Sternberg oder Gil Shohat.

Unter musikalischen Vorzeichen folgt Autor Stefan Franzen, Mitglied der ELS-Gesellschaft,  in der SWR Musikstunde dem wechselvollen Weg der „größten Lyrikerin, die Deutschland je hatte“ (Gottfried Benn) von Elberfeld nach Berlin und schließlich ins Exil in der Schweiz und Palästina.

Die Sendungen werden jeweils am gleichen Abend um 23 Uhr wiederholt und stehen nach der Ausstrahlung ein Jahr lang in der Mediathek ARD Sounds zum Abrufen bereit.

Viel Freude beim Zuhören.

 


Anmerkung: Das Foto von Else Lasker-Schüler ist reine Selbstinszenierung. Die Dichterein beherrschte kein Musikinstrument.

Programm des XXV. ELS-Forums  in Amsterdam 2025

Konzerte in Wuppertal und Berlin 2025

80 Jahre nach der Befreiung von der NS-Diktatur           
        80. Todesjahr von Else Lasker-Schüler

 

Uraufführung als Geburtstagskonzert für Else Lasker-Schüler
Dienstag, 11. 02. 2025, 19.30 Uhr, City-Kirche, Kirchplatz 1, Wuppertal

Donnerstag, 10. 04. 2025, 18.00 Uhr, Musikinstrumenten-Museum, Ben-Gurion-Str., Berlin

 

 

Vierzehn Lieder für Sopran, Bariton und Klavier
über Gedichte von Else Lasker-Schüler und Gottfried Benn (UA)
Komponist: Paul Terse; Konzeption und Moderation: Hajo Jahn


"GRENZGANG Rote Linien"
von und mit Herbert A. Mitschke

Nach der erfolgreichen Uraufführung im Solinger "Zentrum für verfolgte Künste" am 12. Mai 2023 gastierte das Ensemble mit Nina Hoger als Rosa Luxemburg und Lisa Sophie Kusz als Else Lasker-Schüler am 22. Mai 2024 in der Kölner "Volksbühne am Rudolfplatz" mit großem Erfolg vor mehr als 200 Zuschauern.
Musiker: Andrej Wajda (piano), Harald Esser (cb),
Herbert A. Mitschke (Sax und Querflöte)

 

In einem fiktiven Gespräch am 27. Dezember 1918 treffen sich die beiden revolutionären Frauen heimlich in Berlin und tauschen ihre unterschiedlichen Standpunkte über Liebe, Kunst, Religion und Krieg aus. Beide sind Jüdinnen und im Denken und Handeln ihrer Zeit weit voraus - mit allen Widersprüchen, die das Menschsein mit sich bringt.

Parallel zur Aufführung werden Mitschkes Ölbilder (so genannte "Dichterbilder") ab dem 15. Mai 2024 in der "Volksbühne" Köln ausgestellt.

 

Herbert A. Mitschke wurde als Autor des Solo-Theaterstücks „Kumpeltod“ bekannt, eine autobiografische Handlung über seine DDR-Vergangenheit, uraufgeführt 2016 im "Zentrum für verfolgte Künste", Solingen.

 

 Für das XXIV. ELS-Forum schrieb er das Bühnenwerk „GRENZGANG Rote Linien“, ein fiktives Gespräch zwischen Else Lasker-Schüler und Rosa Luxemburg. Dabei wirkte er selbst als Regisseur, Komponist und Musiker mit, schuf das Bühnenbild und komponierte 12 dramaturgisch eingebundene Stücke für Klavier, Kontrabass und Saxophon. Zwei seiner Ölbilder bildeten einen Teil des Bühnenbildes.

 

ELS-Gesellschaft  verurteilt Attentat auf Salman Rushdie

"Wenn jemand einen Menschen tötet, so ist es, als hätte er die ganze Menschheit getötet" (Koran 5:23)

 

Die Else Lasker-Schüler-Gesellschaft ist tief betroffen über den entsetzlichen Anschlag auf Salman Rushdie!
Das Attentat richtete sich nicht nur gegen den Autor, den das iranische Regime von Ajatollah Chomeini mit einer Fatwa belegt hat, sondern auch gegen Meinungs-, Gedanken- und Publikationsfreiheit. Also gegen die Werte, für die das Zentrum der Verfolgten Künste, Solingen, und die Else Lasker-Schüler-Gesellschaft, Wuppertal, einstehen.
Salman Rushdie hat Mitte der 90er Jahre den Aufruf für ein „Else Lasker-Schüler-Zentrum der verfolgten Künste“ der ELS-Gesellschaft und des „Exil-PEN“ unterzeichnet. Unterzeichnet im Wissen, dass Schriftsteller, Künstler, Journalisten, Wissenschaftler und andere Intellektuelle verfolgt werden, so lange es autoritäre Regime gibt.
Wir sind solidarisch mit Salman Rushdie und wünschen ihm gute Genesung, damit er bald wieder seine Stimme für das Freie Wort erheben kann: Auch gegen ein terroristisches Mullah-Regime, trotz aller Todesdrohungen.

Foto Salman Rushdie: Wikipedia

 

Solidaritätsveranstaltung mit der Ukraine - 01. März 2022

Die spontan organisierte Solidaritätsveranstaltung der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft am 01. März 2022 in der Citykirche Wuppertal-Elberfeld erbrachte 1.735,- Euro für humanitäre Hilfe in der Ukraine. Da einige Mitglieder auch direkt gespendet haben, ergab sich eine Gesamtsumme von rund 2.000,- €. Wir danken allen Spendern. 


Mitwirkende an diesem Abend : Heiner Bontrup, Hajo Jahn, Beate Rüter, Petra Koßmann,
Herbert A. Mitschke, Julia Wolf, Bernd Kuschmann, Margaux Kier und Mathias Haus.

Fotos: © Anna Schwartz

 

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Der schwierige Tod

Eine deutsch-französische Dichterfreundschaft in Zeiten des Exils, erzählt von einer polnischen Malerin - Autor: Heiner Bontrup  - UA: 25.05.2022

Für kurze Zeit verband sie eine tiefe, aber auch schwierige Beziehung: René Crevel und Klaus

Mann. Das Live-Hörspiel begibt sich auf Spurensuche und folgt den beiden Autoren auf ihren

ungleichen Lebenswegen, die sich für eine kurze Zeit verbanden und tragisch enden sollten.

Beide Schriftsteller waren homosexuell. Sowohl René Crevel als auch Klaus Mann wählten den

Freitod, der für sie auch eine Revolte war gegen den Zivilisationsbruch, der mit der

Machtergreifung der Nationalsozialisten einherging. Das Stück nimmt die Zuschauer mit auf eine Zeitreise in die sogenannten goldenen 1920er Jahre: ein hedonistisch-surrealer Totentanz zu Chansons von Charles Trenet, Charlie Chaplin und Josephine Baker am Abgrund des zeitgeschichtlichen Vulkans. Die Bildimprovisationen des Lichtkünstlers Gregor Eisenmann schaffen dazu einen Text und Musik selbständig begleitenden Film und expressiven Resonanzraum.

Konzeption und Textcollage: Heiner Bontrup

Sprecher: Bernd Kuschmann, Bernt Hahn, Julia Wolff, Margaux Kier

Musik: Wolfgang Schmidtke (Saxofon), Roman Babik (Piano), Mathias Haus (Schlagwerk, Perkussion), Margaux Kier (Gesang, Theremin), Julia Wolff (Gesang)

 

 

Video-Livebühne: Gregor Eisenmann