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Vorträge, Bühnenprogramme, Lesungen zu und über Else Lasker-Schüler und verbrannte Dichter/Künstler.

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  • "Die Verscheuchte"
  • Poetin der Zeichenfeder
  • Prinz und Barbar (ELS und Gottfried Benn)
  • Der blaue Reiter präsenjtiert Eurer Hoheit sein blaues Pferd (ELS u. Franz Marc-Korrespondenz)

sowie

  • "Fahrenheit 451" (Bücherverbrennungen)
  • "Durchbruch der Moderne" (20. Jahrhundert)
  • "Freiheit ist mehr als ein Wort" (Verfolgung von Schriftstellern u.a.)
  • Eine Bilderbuch-Karriere (Walter Trier und Erich Kästner).

Ausführende sind: Hajo Jahn (allein oder mit Musikern und Schauspierlinnen)

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Gedenkort wird kenntlich – zur Nachahmung empfohlen

Am 13. April 2019 wurde in Ehingen/Donau eine Gedenktafel für Menschen des Widerstandes gegen das NS-Regime feierlich vom Stifter Veit Feger, Ehingen, vom Künstler Gerold Jäggle, Ertingen, und Ehingens  Oberbürgermeister Alexander Baumann übergeben.

Bereits 2006 hat der Ehinger Gemeinderat auf Vorschlag seiner Grünen-Fraktion den künftigen Straßen in dem damals erst geplanten, sehr großen Wohngebiet „Rosengarten“ die Namen  von Menschen des deutschen  Widerstandes gegeben (Liste am Schluss dieses Textes).

Inzwischen stehen die ersten Straßennamensschilder.

Dass es sich bei dem Baugebiet „Rosengarten“ um ein einheitlich „beschriftetes“ Gebiet handelt, war bisher nicht leicht ersichtlich. Ehinger Grüne engagierten sich nun, dass diese Besonderheit sichtbarer wird. Veit Feger beauftragte den Ertinger Bildhauer Gerold Jäggle mit dem Entwurf und der Erstellung der Gedenktafel. Die Stadt Ehingen stellte eine Fläche für dieses Denkmal an der wichtigsten Zufahrt zu dem Neubaugebiet „Rosengarten“ zur Verfügung und ließ den Sockel des Denkmals betonieren.

Am Samstag, 13.4.2019, wurde die metallene Stele mit den eingravierten Namen dem neuen Eigentümer,  der Öffentlichkeit, übergeben.

 Oberbürgermeister Alexander Baumann dankte dem Spender und den weiteren Initiatoren.

 Gertrud Graf vom achtköpfigen  Sprecherrats der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen  in Baden-Württemberg (LAGG)  würdigte den Beschluss des Gemeinderats im Jahr 2006 und die Unterstützung der Stadt jetzt für die Errichtung der Gedenktafel.

 Stifter Veit Feger, früher Verleger und Redaktionsleiter, machte darauf aufmerksam, dass es  in Ehingen Verfolgte des NS-Regimes gab, an die bisher niemand erinnert hat, unter anderem Mitglieder der Glaubensgemeinschaft „Zeugen Jehovas“. -  Seinem Großvater wurde  bereits 1934 das Verlagsrecht für die damals schon hundert Jahre in Familienbesitz befindliche Ehinger Zeitung entzogen. Veit Feger meinte, dass es auch im Rechtsstaat „Bundesrepublik Deutschland“ Vorgänge gibt, die  WIDERSTAND nötig machen; er wies auf die völlig unverständliche, denkbar schlecht gerechtfertigte Abschiebung eines vietnamesischen Regimekritikers am 27. März 2019 aus Nürnberg in sein Herkunftsland hin, ein Land, in dem er 17 Jahre im Gefängnis sitzen musste.

Der junge kolumbianische Cellist Pablo Figueroa spielte eine Sarabande von J. S. Bach.

 Aus den katholischen und evangelischen Kirchengemeinden, aus der Neuapostolischen und der Freikirchlichen Gemeinde „Arche“ baten Repräsentanten um Gottes Schutz für das Denkmal.

Die zahlreichen Besucher der Übergabefeier erhielten im Blick auf den Namen des Baugebiets und die dort unter anderen  erinnerten Geschwister Scholl und weitere Mitglieder der „Weißen Rose“ (reale) weiße Rosen geschenkt.

 

Der Text auf der Tafel lautet: 

„Sie widerstanden einem Unrechtsstaat.

Die Stadt Ehingen erinnert an diese 

tapferen Frauen und Männer mit den 

Namen der Straßen im Rosengarten:

Ludwig Beck

Eugen Bolz

Dietrich Bonhoeffer

Alfred Delp

Georg Elser

Eberhard Finckh

August von Galen

Rudolf von Gersdorff

Carl Friedrich Goerdeler

Marianne Golz

Willi Graf

Hans von Haeften

Caesar von Hofacker

Kurt Huber

Jakob Kaiser

Maximilian Kolbe

Julius Leber

Wilhelm Leuschner

Bernhard Lichtenberg

Rupert Mayer

Helmuth von Moltke

Martin Niemöller

Friedrich Olbricht

Hans Oster

Adolf Reichwein

Alexander Schmorell

Joannes Baptista Sproll

Hans und Sophie Scholl

Henning von Tresckow

 

gestiftet von Veit Feger

gestaltet von Gerold Jäggle

2019“

 

 

gedenktafel

Der Künstler Gerold Jäggle  hat die Gedenktafel in Ehhingen gestaltet © Veit Feger

gedenktafel menschen

Vor der Gedenktafel, von links: Willi Bauschatz von der Freikirchlichen Gemeinde Ehingen, Stifter Veit Feger, Oberbürgermeister Alexander Baumann, Künstler Gerold Jäggle,  Sprecherratsmitglied Gertrud Graf, Hohentengen, Pfarrerin Lentz von der evangelischen Kirche, Diakon Gaschler von der katholischen Gemeinde Ehingen, Vorsteher Volker Altdörfer von der Neuapostolischen Gemeinde © Hartmann

 

Info (Nr. 115)

Das neue Info (Nr. 115) ist auch online einzusehen. Den Link dazu finden Sie hier .

 

Prinz Jussuf von Theben

 

Veranstaltungen Else Lasker-Schüler-Jubiläumsjahr 2019

Meinwärts – Das Herz der Avantgarde

 

20. Januar - 3. März

Zentrum für verfolgte Künste, Solingen, Wuppertaler Str. 160       

Foto-Ausstellung von Dana Arieli „Das Nazi-Phantom“ 

 

24. Januar, 19.00 Uhr

GlücksBuchladen, Friedrichstr.52 

Thomas Sparr liest aus „Grunewald im Orient“(wo ELS wohnte: Rehavia, Jerusalem) 

 

25./26. Januar, 20.00 Uhr

Dreieinigkeitskirche St. Georg, Hamburg

„IchundIch“- Szenische Lesung

 

1./2. Februar, 20.00 Uhr

Dreieinigkeitskirche St. Georg, Hamburg

„Mein Herz – keinem“ 

 

2. Februar, 16.00 Uhr

Unihalle Wuppertal , A.-Einstein-Str. 20

Junge Rapper aus dem Rockprojekt Wuppertal begegnen Else Lasker-Schüler

 

7. Februar, 11.00 Uhr

Junior-Universität, Wuppertal, Am Brögel 3

Präsentation der neuen Else Lasker-Schüler-Briefmarke mit Sonderstempel

 

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Geschichte soll nicht das Gewissen belasten, sondern den Verstand erhellen.

G.E. Lessing

 

- Wir arbeiten ehrenamtlich für eine zeitgemäße Erinnerungskultur. Brücken dazu sind die Schicksale der Künstler, deren Bücher verbrannt, deren Kunstwerke zensiert und verboten wurden, die verfolgt wurden und emigrieren mussten.

- Das Schicksal von Else Lasker-Schüler steht als Metapher dafür, wie im Nazi-Deutschland mit Intellektuellen verfahren wurde: 1933 floh sie aus Deutschland in die Schweiz, wo sie von der Fremdenpolizei bespitzelt wurde und Schreibverbot hatte. 1937 wurden ihre Zeichnungen als „entartet“ aus der Berliner Nationalgalerie beschlagnahmt. 1939 erhielt sie kein Visum mehr für die Schweiz. In Palästina/Israel hat sie die Sprache des Landes nie erlernt, was vor allem für exilierte Dichter, Journalisten oder Schauspieler existentiell ist. Ihre Heimat war die deutsche Sprache. Unser Ziel ist ein „Zentrum für Verfolgte Künste“.

 

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