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Vorträge, Bühnenprogramme, Lesungen zu und über Else Lasker-Schüler und verbrannte Dichter/Künstler.

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Wir bieten an Powerpoint-Präsentationen über

  • "Die Verscheuchte"
  • Poetin der Zeichenfeder
  • Prinz und Barbar (ELS und Gottfried Benn)
  • Der blaue Reiter präsenjtiert Eurer Hoheit sein blaues Pferd (ELS u. Franz Marc-Korrespondenz)

sowie

  • "Fahrenheit 451" (Bücherverbrennungen)
  • "Durchbruch der Moderne" (20. Jahrhundert)
  • "Freiheit ist mehr als ein Wort" (Verfolgung von Schriftstellern u.a.)
  • Eine Bilderbuch-Karriere (Walter Trier und Erich Kästner).

Ausführende sind: Hajo Jahn (allein oder mit Musikern und Schauspierlinnen)

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Vorbilder

Die Else Lasker-Schüler-Gesellschaft verlor zwei Mitglieder, um die wir ganz besonders trauern: Zuerst schlief im Alter von 95 Jahren Tuvia Rübner am 29. Juli im israelischen Kibbuz Merchavia ein. Und am 13. September starb György Konrád in Budapest. Als der ungarische Dissident (während der kommunistischen Diktatur) und Schriftsteller 2004 zum XII. Else Lasker-Schüler-Forum nach Prag kam, hatte er seine lebenswichtigen Medikamente vergessen. Die Flughafen-Apotheke gab sie uns ohne Rezept, nachdem ich unser Programmheft gezeigt hatte, in dem Vaclav Havel, der tschechische Präsident, prominent vertreten war. Havel und Konràd diskutierten im Namen von Else Lasker-Schüler, die wie diese Autoren stets für Toleranz, gegen Nationalismus und Antisemitismus eingetreten sind. Es ging thematisch um das Engagement von Dichtern im Dienst an der politischen Sache. Also um ein demokratisches Europa. Und indirekt auch gegen Antisemitismus und Nationalismus.

Das waren auch die Themen, die Tuvia Rübner umtrieben, der an mehreren „Else-Foren“ in Deutschland und Israel teilgenommen hat. Er stammte aus einer deutschsprachigen Familie in Pressburg, Slowakei. Seine Eltern und seine Schwester wurden nach Auschwitz deportiert. Was dort passierte, weiß man. Er konnte sich mit anderen Jugendlichen nach Palästina durchlagen und kam in das Kibbuz Merchavia, wo er Ziegen und Schafe hütete. Der Hirte, der lange auf Deutsch mit seinen ermordeten Verwandten Zwiesprache hielt, wurde ein wunderbarer Dichter, Literaturwissenschaftler und Übersetzer. Tuvia Rübner hatte ein Wiedererstarken der Rechten in Europa befürchtet. Konrád hatte sich literarisch mit dem ungarischen Volksaufstand von 1956, dem Nationalsozialismus und seiner jüdischen Familiengeschichte beschäftigt. Von 1997 bis 2003 war er Präsident der Berliner Akademie der Künste. Der 86jährige verfolgte in letzter Zeit mit wachsendem Widerwillen die Politik des ungarischen Ministerpräsidenten Orban.

Und ich frage: Wo sind die Schriftsteller und Dichter der jüngeren Generationen, die sich öffentlich gegen Antisemitismus und Nationalismus positionieren wie diese verstorbenen Kollegen?

Auf sie trifft zu, was Johann Wolfgang Goethe über den Tod sagte: „Mich läßt dieser Gedanke in völliger Ruhe, denn ich habe die feste Überzeugung, daß unser Geist ein Wesen ist ganz unzerstörbarer Natur, es ist ein fortwirkendes von Ewigkeit zu Ewigkeit, es ist der Sonne ähnlich, die blos unsern irdischen Augen unterzugehen scheint, die aber eigentlich nie untergeht, sondern unaufhörlich fortleuchtet.

Konrad

Foto György Konrád © Wikipedia

TuviaRuebner

Foto Tuvia Rübner © Wikipedia

 

Frauen haben weder Farb- noch Formsinn

STURM-Künstlerinnen beweisen das Gegenteil/ Vortrag im Von der Heydt-Museum

Leslie Malton

Foto Leslie Malton: ©Joachim Gern

Leslie Malton, deutsch-amerikanische Schauspielerin, leiht am Donnerstag (19.9.) im Von der Heydt-Museum  Else Lasker-Schüler ihre Stimme. Die in Washington geborene Künstlerin war jahrelang Mitglied des Wiener Burgtheaters, spielte und spielt in zahlreichen deutschen Fernsehfilmen und Serien mit. Ihren Durchbruch hatte sie 1992 mit ihrer Rolle im ZDF-Vierteiler „Der große Bellheim“, für die sie 1993 mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Hajo Jahn gewann sie für seinen Lichtbilder-Vortrag über die „STURM-Frauen“.

Die STURM-Galerie in Berlin war Anfang des 20. Jahrhunderts Schauplatz der Avantgarde-Kunst Europas. Sie stellte auch Künstlerinnen aus, obwohl die offizielle Kulturpolitik Frauen keine Kreativität zutraute. Das Studium an Kunstakademien war ihnen weitgehend verwehrt. 

Man traute ihnen weder Fantasie noch Fähigkeit zu. Farb- und Formsinn wurden ihnen abgesprochen. Deshalb mussten sie oft Privatunterricht  nehmen wie Else Lasker-Schüler bei Simon Goldberg, einem Schüler von Max Liebermann.

Dass Künstlerinnen aus Frankreich, Russland, Belgien oder Polen in der STURM-Galerie ausstellen konnten, lag vor allem an zwei Frauen: An Else Lasker-Schüler, der malenden Dichterin, und der Schwedin Nell Walden. Beide waren Ehefrauen von Herwarth Walden. Diesen Namen erhielt er, der als Georg Lewin geboren wurde, ebenso von Else Lasker-Schüler wie die Galerie und die Zeitschrift: „Der Sturm“.

Die Veranstaltung der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft findet im Rahmen des Jubiläumsjahres „Meinwärts“ aus Anlass des 150. Geburtstags der Künstlerin und im Vorfeld der großen ELS-Aussstellung ab 6. Oktober im Von der Heydt-Museum statt.  
Für die musikalische Umrahmung des Lichtbildervortrags über die „STURM-Frauen“ sorgt der Jazzpianist Ulrich Rasch am Flügel. Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 19. September, 18.00 Uhr, Von der Heydt-Museum. Turmhof 8, Wuppertal.

 

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2019 06 23 Termine

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Änderung: Donnerstag, 26. September, 18:00 Uhr, Von der Heydt-Museum Wuppertal „Der Prinz und der Barbar“ – Else Lasker-Schüler und Gottfried Benn

 

Info (Nr. 116)

Das neue Info (Nr. 116) ist auch online einzusehen. Den Link dazu finden Sie hier .

 

Prinz Jussuf von Theben

 

Veranstaltungen Else Lasker-Schüler-Jubiläumsjahr 2019

Meinwärts – Das Herz der Avantgarde

 

20. Januar - 3. März

Zentrum für verfolgte Künste, Solingen, Wuppertaler Str. 160       

Foto-Ausstellung von Dana Arieli „Das Nazi-Phantom“ 

 

24. Januar, 19.00 Uhr

GlücksBuchladen, Friedrichstr.52 

Thomas Sparr liest aus „Grunewald im Orient“(wo ELS wohnte: Rehavia, Jerusalem) 

 

25./26. Januar, 20.00 Uhr

Dreieinigkeitskirche St. Georg, Hamburg

„IchundIch“- Szenische Lesung

 

1./2. Februar, 20.00 Uhr

Dreieinigkeitskirche St. Georg, Hamburg

„Mein Herz – keinem“ 

 

2. Februar, 16.00 Uhr

Unihalle Wuppertal , A.-Einstein-Str. 20

Junge Rapper aus dem Rockprojekt Wuppertal begegnen Else Lasker-Schüler

 

7. Februar, 11.00 Uhr

Junior-Universität, Wuppertal, Am Brögel 3

Präsentation der neuen Else Lasker-Schüler-Briefmarke mit Sonderstempel

 

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Verschiedene Almanache sind wieder verfügbar!

Die Liste der herausgegebenen, oder lieferbarer Almanache und Bücher hat sich geändert. Hier geht es zum Shop...

 

Geschichte soll nicht das Gewissen belasten, sondern den Verstand erhellen.

G.E. Lessing

 

- Wir arbeiten ehrenamtlich für eine zeitgemäße Erinnerungskultur. Brücken dazu sind die Schicksale der Künstler, deren Bücher verbrannt, deren Kunstwerke zensiert und verboten wurden, die verfolgt wurden und emigrieren mussten.

- Das Schicksal von Else Lasker-Schüler steht als Metapher dafür, wie im Nazi-Deutschland mit Intellektuellen verfahren wurde: 1933 floh sie aus Deutschland in die Schweiz, wo sie von der Fremdenpolizei bespitzelt wurde und Schreibverbot hatte. 1937 wurden ihre Zeichnungen als „entartet“ aus der Berliner Nationalgalerie beschlagnahmt. 1939 erhielt sie kein Visum mehr für die Schweiz. In Palästina/Israel hat sie die Sprache des Landes nie erlernt, was vor allem für exilierte Dichter, Journalisten oder Schauspieler existentiell ist. Ihre Heimat war die deutsche Sprache. Unser Ziel ist ein „Zentrum für Verfolgte Künste“.

 

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