Termine

Wissen was bei der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft und anderen Vereinen/Musen passiert!

Zu den Terminen: Link

Spenden Sie!

Spenden Sie für die Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft.

Zum Spendenportal: Link

Wir auf Facebook!

Werden Sie Fan von uns auf Facebook!

Zur Facebook-Gruppe: Link

Kontakt

Vorträge, Bühnenprogramme, Lesungen zu und über Else Lasker-Schüler und verbrannte Dichter/Künstler.

Kontaktieren Sie uns!

Mitglied werden!

Werden Sie Mitglied bei der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft.

Zum Formular: Link

Endlich Ruhm für Else...

... titelte die FAZ am 15. 11.2014 über einen Artikel zur November-Auktion der Villa Grisebach: Dort wurden Else Lasker-Schüler-Zeichnungen und eine Totenmaske, abgenommen von Grete Krakauer, versteigert.

Sieht man von der Überschrift ab, die die Frage nahelegt, ob man über Goethe auch so lapidar als „Johann“ schreiben würde, bleibt die Frage, warum es unerwähnt bleibt, dass die exilierte Dichterin „endlich“ zu Ruhm und Ehre kommt. Nämlich nicht zuletzt (auch) durch das fast 25-jährige Wirken der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft. Sie hat die Realisierung der kritischen Gesamtausgabe in ihrer Satzung und durch Interventionen beim damaligen Wissenschaftsminister Johannes Rau mit ermöglicht, wobei u. a. Ignatz Bubis mitgeholfen hat (neben den Mit-Herausgebern, den Germanisten Norbert Oellers und Heinz Rölleke). Ignatz Bubis, ebenso Mitglied der ELS-Gesellschaft wie die beiden Professoren, hat den Jüdischen Verlag bei Suhrkamp finanziell unterstützt, in dem die Werkausgabe erschien. Im FAZ-Artikel wird lakonisch berichtet, dass „im Kunstmuseum Solingen“ im selben Jahr (2012) sechs „kleinformatige Blätter“ für 54.000 Euro „gelandet“ seien. Welch ein Herabwiegeln. Für den Ankauf haben wir viele Monate gekämpft, um die notwendige Kaufsumme mühsam zu „erbetteln“. Diese Originale hinter Glas, zum Teil mit Rahmen, die von der Künstlerin selbst gestaltet worden sein könnten, wurden nicht „gelandet“, sondern von uns als Dauerleihgaben für das geplante „Zentrum für verfolgte Künste“ (unter dem Dach des eigenständigen Kunstmuseums Solingen) zur Verfügung gestellt. Insgesamt sind es damit inzwischen 23 Zeichnungen. Auch das bleibt im FAZ-Bericht unerwähnt. Wenn man so will, ist es der nachteilige Effekt der (ehrenamtlichen) Arbeit der Wuppertaler ELS-Gesellschaft, dass Autographen und Zeichnungen von Else Lasker-Schüler inzwischen einen Höhenflug angetreten haben. Wir haben uns seit der Gründung dafür stark gemacht, Else Lasker-Schüler auch als Poetin der Zeichenfeder wieder ins Bewusstsein der kunstinteressierten Öffentlichkeit zu bringen. Sogar gegen Widerstände von Museumsleuten, die ihre Werke als „süßlich“, „nicht museumswürdig“ und/oder „unprofessionell“ einstuften. Unsere Ankäufe, für die die ELS-Gesellschaft auch Eigenmittel aufbringen musste, wurden durch Institutionen wie die Kulturstiftung NRW oder die Kunststiftung der Länder ermöglicht. Sie dürften heute kaum noch in der Lage sein zu helfen, die geforderten exorbitanten Summen aufzubringen. So landen die Bilder leider oft in Privathänden. Wie hatte doch schon damals Else Lasker-Schüler geklagt?: „Meine Nerven werden verkauft von den Wänden!“ Die Künstlerin hätte zu ihrer Zeit nicht einmal von solchen Preisen zu träumen gewagt, wenn sie ihre Bilder in Galerien zum Kauf ausstellte. – Übrigens: Auch wir besitzen eine Totenmaske der Dichterin. Sie liegt als Dauerleihgabe beim ELS-Archiv in der Stadtbibliothek Wuppertal.

 

 

Du spieltest ein ungestümes Lied

Die Welten der Else Lasker-Schüler: von der Wupper ins „Hebräerland“

Eine Tagung zu und über "die größte Lyrikerin, die Deutschland je hatte". In Wort und Musik. Mit Fachleuten aus Deutschland und Israel. Anmeldungen willkommen.

Mittwoch, 22. April bis Freitag, 24. April 2015

Martin-Niemöller-Haus, Schmitten/Arnoldshain

 

Tagungsverlauf und Anmeldungen. Klicken Sie: hier

 

Literatur Medial: Else Lasker-Schülers Peter Hille Buch als Video-Inszenierung

 

Info (Nr. 98)

Das neue Info (Nr. 98) ist online einzusehen. Den Link dazu finden Sie hier .

 

Geschichte soll nicht das Gewissen belasten, sondern den Verstand erhellen.

G.E. Lessing

 

- Wir arbeiten ehrenamtlich für eine zeitgemäße Erinnerungskultur. Brücken dazu sind die Schicksale der Künstler, deren Bücher verbrannt, deren Kunstwerke zensiert und verboten wurden, die verfolgt wurden und emigrieren mussten.

- Das Schicksal von Else Lasker-Schüler steht als Metapher dafür, wie im Nazi-Deutschland mit Intellektuellen verfahren wurde: 1933 floh sie aus Deutschland in die Schweiz, wo sie von der Fremdenpolizei bespitzelt wurde und Schreibverbot hatte. 1937 wurden ihre Zeichnungen als „entartet“ aus der Berliner Nationalgalerie beschlagnahmt. 1939 erhielt sie kein Visum mehr für die Schweiz. In Palästina/Israel hat sie die Sprache des Landes nie erlernt, was vor allem für exilierte Dichter, Journalisten oder Schauspieler existentiell ist. Ihre Heimat war die deutsche Sprache. Unser Ziel ist ein „Zentrum für Verfolgte Künste“.

 

denkmal2