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Roberto Ciulli (M, mit Luce Hoeltzener und Manon Charrier) inszenierte „Die Wupper“ in Düsseldorf

Der 82-Jährige Roberto Ciulli sitzt am Bühnenrand. Trägt unter dem Wintermantel Frauenkleidung. Der Italiener ist ELS, blickt von Jerusalem aus zurück auf das Leben der deutschen Jüdin Else Lasker-Schüler. Zu Füßen des Regisseurs spielen zwei Mädchen das „Knöpfespiel“ aus den Kindheitstagen der Dichtern. Auftakt und beste Idee in Ciullis verrätselter „Wupper“-Performance am 12. Februar  2016 in Düsseldorf. Dann inszeniert  er  sich selbst und zitiert die  Wuppertaler Tanzlegende Pina Bausch.  Im Deutschlandfunk heißt es: „Ein seltsamer Abend, auf den man sich einlassen kann – aber nur, wenn man mit dem Werk der großen Dichterin eng vertraut ist.“  Die Rheinische Post urteilt: „Auf der Bühne zelebriert Ciulli die Ausdruckskraft des reinen Spiels, sprachloses, kluges Assoziationstheater. Und es ist berührend, wie da ein großer Theatermann einer Autorin Respekt zollt mit direkten Mitteln wie Pantomime oder Clownerie. Allerdings strapaziert Ciulli störrisch die Geduld seines Publikums, verweigert jede Gefälligkeit. Das provoziert, und so verlassen Zuschauer den Saal. Ciullis Verneigung vor Else Lasker-Schüler ist ein anstrengender Abend. Auch darin wird er der Dichterin gerecht.“

Link zum Theater:

http://theater-an-der-ruhr.de/repertoire/die-wupper-eine-performance/

 

Info (Nr. 104)

Das neue Info (Nr. 104) ist auch online einzusehen. Den Link dazu finden Sie hier .

 

Offener Brief an Frau Dr. Angela Merkel, Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland

Wuppertal, 2.3.2016

 

Frau

Dr. Angela Merkel

Bundeskanzlerin der Bundespublik Deutschland

Bundeskanzleramt

Willy-Brandt-Straße 1                                                             

11011 Berlin

 

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel,                                                                 

36 literarische Gesellschaften (Mitglieder der AG Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten) wenden sich in einem Offenen Brief an Sie: Mit der Bitte, im Rahmen einer Regierungserklärung zur Flüchtlingsfrage die Deutschen daran zu erinnern, dass einst Thomas und Heinrich Mann, Bertolt Brecht, Else Lasker-Schüler, Anna Seghers, Kurt Tucholsky, aber auch Albert Einstein, Paul Hindemith, Max Ernst, Walter Gropius, Ludwig Mies van der Rohe, Lilli Palmer oder Willy Brandt  und viele andere vor Diktatur und Krieg geflohen sind. 

Wir Deutschen haben auch deshalb eine moralische Verpflichtung, eine Bringschuld. Tausende von deutschen Schriftstellern und anderen Künstlern waren während der NS-Diktatur Flüchtlinge. Sie wurden in europäischen und anderen Ländern aufgenommen, Länder, aus denen zum Teil Flüchtlinge stammen, die heute in die Bundes-republik kommen. Die Exilanten von einst blieben in ihren Gastländern unversehrt. Niemand hat sie angegriffen. Das sollte Verpflichtung für alle Deutschen heute sein angesichts  zunehmender Ressentiments und Ablehnung gegenüber den Fremden und einer Verwahrlosung der öffentlichen Debatte über die Flüchtlinge. 

Die Wuppertaler Else Lasker-Schüler-Gesellschaft hat in Erinnerung an die deutschen Exilanten am 9. November 1992 in 16 Bundesländern und danach ein halbes Jahr lang Dichterlesungen in Asylbewerberheimen durchge-führt. Um so deutsche Nachbarn in die Heime zu holen - zum Schutz der Flüchtlinge und zum gegenseitigen Verständnis. Das war nach den Anschlägen von Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen, Cottbus, Solingen und vielen anderen Städten. Diese Aktion, an der sich Günter Grass, Herta Müller, Wolf Biermann, Reiner Kunze, Sarah Kirsch und mehr als 50 weitere AutorInnen beteiligten, lässt sich angesichts der dramatisch gestiegenen Anschläge auf Asyle und Flüchtlinge nicht wiederholen. 

Nach einer Erhebung des Bundeskriminalamts gab es im vergangenen Jahr 1005 Attacken, Brandanschläge und Gewalttaten auf Asylunterkünfte. Davon haben 901 einen eindeutig rechtsradikalen Hintergrund. Die Zahl hat sich damit binnen eines Jahres verfünffacht: Dies muss zurückgehen. Idealerweise auf Null.

Deshalb gilt es, die deutsche Bevölkerung mitzunehmen im Bemühen, die jetzigen Flüchtlinge nicht nur willkommen zu heißen, was wir begrüßen, sondern sie zu schützen im Namen unserer Flüchtlinge zwischen 1933 und 1945. 

Daran sollten Sie bitte in einer Ihrer nächsten Regierungserklärungen zur Flüchtlingsfrage appellieren - unter Verweis auf die deutschen Emigranten und Exilanten. 

 

Mit freundlichen Grüßen

für die Else Lasker-Schüler-Gesellschaft 

haben diesen Aufruf die Ehrenmitglieder Ingrid Bachér, George Dreyfus (Melbourne) und Adolf Burger, Prag, unterzeichnet; die beiden Letztgenannten waren NS-Opfer, George Dreyfus Exilant,

Hajo Jahn, Vorsitzender der ELS-Gesellschaft, war als Kind Heimatvertriebener und Flüchtling.

 

 

36 Literarische Vereine  - Mitglieder in der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten e.V. - und die ehemalige deutsche PEN-Präsidentin Ingrid Bachér,  haben inzwischen diesen Offenen Brief der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft an die Bundeskanzlerin unterschrieben, in dem die Regierungschefin in der Flüchtlingsfrage unterstützt wird vor dem Hintergrund jener vielen deutschen Schriftsteller und anderen Intellektuellen, die aus NS-Deutschland flüchten mussten.

Es sind doch immer die Eliten: Nicht die Millionen Mitläufer, sondern die Eliten stützten oder stürzen Regime. Und es sind unsere vertriebenen Eliten, Vorbilder, deren Namen und Werke überdauern. Deren Schicksal Verpflichtung ist für die Unversehrtheit von Flüchtlingen heute angesichts der dramatisch erhöhten Attacken.

Die Würde des Menschen  ist unantastbar.

 

Unterzeichner:

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Verschiedene Almanache sind wieder verfügbar!

Die Liste der herausgegebenen, oder lieferbarer Almanache und Bücher hat sich geändert. Hier geht es zum Shop...

 

Dieser Film geht keinem aus dem Kopf

Jerry Lewis wollte einen Clown in einem KZ spielen. Doch der „King of Comedy“ scheiterte. Sein Film „The Day The Clown Cried“ wurde nie fertig, aber zur Legende. Gab es ihn überhaupt? Der Dokumentarist Eric Friedler lüftet ein großes Geheimnis.

Wir sehen in das Gesicht eines traurigen Clowns. Er versucht, mit drei Bällen zu jonglieren. Doch es will ihm nicht gelingen. Eins, zwei, drei, schon hat er einen der Bälle verloren. Erste Klappe, die zweite, die dritte. Es wird nicht besser. Die Aufnahme bricht ab.

Der Clown, dem die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben steht, ist Jerry Lewis. Der „King of Comedy“ ist kaum wiederzuerkennen. Er spielt die schwerste Rolle seines Lebens, in einem Film, an den er bis ans Ende seines Lebens denken wird, an jedem einzelnen Tag. Er hat diesen Film nie fertiggebracht. Drei Tage vor Ende der Dreharbeiten packte er am Filmset in der Nähe von Stockholm die Filmrollen ein und flog heim nach Los Angeles. „The Day The Clown Cried“: So heißt der Film, der die Karriere des Jerry Lewis hätten krönen und mit dem er Filmgeschichte hätte schreiben können. Aber es war nicht gut, er war nicht gut. „Ich war nicht glücklich mit meiner Leistung“, sagt Jerry Lewis. Doch ist das schon alles?

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Der vermisste Aha-Effekt zur Eröffnung

RHEINISCHE POST 29.12.2015

Solingen

25 Jahre hat sich Hajo Jahn den Eröffnungstag des "Zentrums für verfolgte Künste" herbeigesehnt. Den Festakt am 8. Dezember verfolgte der Wuppertaler von einem Platz mitten im Publikum.

FOTO: Köhlen (Archiv)

Solingen. Als Vorsitzender der Else-Lasker-Schüler-Stiftung hat sich Hajo Jahn 25 Jahre lang für ein "Zentrum für verfolgte Künste" eingesetzt. Das Ziel ist offiziell erreicht, nicht aber das des Initiators. 

Von Guido Radtke

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Von der Idee bis zur Realisierung

Hajo Jahn über das von ihm initiierte 

"Zentrum für verfolgte Künste" am 9.12.2015 in Solingen

(Vortrag im Kunstmuseum  Solingen; Mitwirkende: Andre Enthöfer, Saxophon, und Bernd Kuschmann, Schauspieler)

© Foto: Stefan Dege

Musik Andre Enthöfer - ca. 1', 

JAHN:

Andre Enthöfer spielt auf einem "Neger-Instrument", wie es die Nazis nannten. Erfunden von Adolphe Sax, einem  Belgier. Guten Tag meine Damen, meine Herren, guten Tag. Weltweit populär gemacht hat das Saxophon ein Musiker aus Elberfeld: Sigurd Rascher. Er floh 1933 über Schweden in die USA. Ein anderer berühmter Exilant hat für Sigurd Rascher Stücke komponiert und Gedichte von Else Lasker-Schüler vertont: Paul Hindemith. Flüchtlinge waren sie  - wie die Familie Mann, Max Ernst, Albert Einstein, Willy Brandt und zigtausende Intellektuelle. Unter ihnen Walter Trier. Er hat die Erich Kästners Emil und die Detektive, Pünktchen und Anton oder Das doppelte Lottchen illustriert. Trier floh über England nach Kanada. Mit seinen Bildern haben wir eine interreligiöse Woche der Begegnung angeregt; ein Schülerchor aus 12 Nationen sang Vertonungen von Erich Kästner-Texten - so kurzweilig könnte die Arbeit gegen das Vergessen im Zentrum für verfolgte Künste sein. 

Musik Andre Enthöfer -ca. 30'' -  40''

JAHN:

Flüchtlinge sind heute Filmemacher aus dem Iran, Dichter aus China oder Musiker aus arabischen Ländern. Doch ausgerechnet in dem Land, dass sich seiner kreativsten Köpfe brutal entledigt hat, im kollektiven Gedächtnis der Deutschen, wurde der Exodus unserer Eliten bislang nicht verankert. In den so vorbildlichen deutschen Gedenk-Gesetzen ist die verfolgte Elite ausgeklammert. Dies hat der wissenschaftliche Dienst des Bundestags nach einer unserer Aktionen 2011 in einer Expertise dokumentiert. Angesichts der Flüchtlingsfrage 2015 sollten wir uns daran erinnern, dass Deutschland eine Bringschuld hat. Weil zigtausende deutsche Künstler, Wissenschaftler, Gewerkschafter, Christliche Märtyrer  und sogar Sportler in anderen Ländern während der NS-Diktatur als Flüchtlinge aufgenommen worden sind.

Weiterlesen: Von der Idee bis zur Realisierung
 

Der Traum des Hajo Jahn von einem Zentrum für verfolgte Künste

Deutsche Welle

Hajo Jahn hatte einen Traum: 25 Jahre hat der Journalist dafür gekämpft, ein Drittel seines Lebens. Jetzt wird das von ihm initiierte "Zentrum für verfolgte Künste" in Solingen eröffnet. Geht sein Traum in Erfüllung?

Ganz klein wirkt der Mann, wenn er das schwere, schwarze Eichenportal des ehrwürdigen Jugendstil-Baus unter Mühen aufzieht. Früher tagten hier die Stadtväter, nun beherbergt das prächtige Gebäude ein Kunstmuseum . Hajo Jahn trägt Sportschuhe. Auf seinem Kopf sitzt eine rote Baseballkappe. Die Augen des 75-Jährigen funkeln. "Ich habe die Schizophrenie einer Diktatur erlebt", sagt er. "Menschen wie ich müssen was zurückgeben!"

Jahns Traum ging so: Gleich zwei Mal hatte Deutschland seine Künstler und Intellektuellen drangsaliert und schikaniert. Viele wurden außer Landes gejagt. Nach Nazi-Diktatur (1933-1945) und SED-Herrschaft (1953-1989) sollte sich das neue Deutschland seiner Vergangenheit stellen - und endlich auch an die verfolgten Künstler erinnern.

http://www.dw.com/de/der-traum-des-hajo-jahn-von-einem-zentrum-für-verfolgte-künste/a-18898713

 

25 Jahre Else Lasker-Schüler-Gesellschaft

Zum Feiern war uns angesichts der Elendsbilder von Flüchtlingen, die über Wüsten und Meere zu uns streben,  nicht zumute. Deshalb haben wir dem XXI. Forum vom 20. bis 22. November 2015 ein Zitat von Else Lasker-Schüler als Motto gegeben: "Ein einzelner Mensch ist oft ein ganzes Volk". Die Dichterin wusste, wovon sie sprach. Denn auch sie war einst wie tausende von Schriftstellern, Malern, Musikern, Schauspielern, Tänzern, Architekten oder Politikern wie Willy Brandt ein Flüchtling. Weil die Besten der Besten aus Deutschland flüchten mussten, die in anderen Ländern Asyl gefunden haben, hat Deutschland eine Bringschuld gegenüber heutigen Flüchtlingen. Unter der Schirmherrschaft von Jeanine Meerapfel - die Eltern der Präsidentin der Akademie der Künste mussten ebenfalls während der NS-Diktatur aus Deutschland flüchten - haben wir das 25jährige Forum als Benefiz für Cap Anamur/ Deutsche Not-Ärzte e.V. durchgeführt. Denn die helfen in Ländern, aus denen viele Flüchtlinge zu uns kommen. Die Ursachen  gilt es zu bekämpfen, denn niemand verlässt ohne Grund seine Heimat. "Damit Menschen nicht Flüchtlinge werden" - darüber diskutierten zur Forumseröffnung in der Stadtsparklasse Wuppertal Lamya Kaddor, der ehemalige Präsident des Europaparlaments,  Klaus Hänsch, der Kinderarzt und Vorsitzende v on Cap Anamur, Dr. Werner Strahl, der Journalist Fritz Pleiten sowie Azis Salami, Dichter und politischer Flüchtling aus Aserbaidschan, unter der Moderation des WDR-Redakteurs Horst Kläuser.

Künstler wie Iris Berben und Nina Hoger, Ron Williams und Rolf Kühn sowie die Wuppertaler Schauspieler Bernd Kuschmann und Hans Richter stellten sich in den Dienst der guten Sache.

    

 

Das können auch Sie tun, indem Sie spenden:

Benefiz für "Cap Anamur/Deutsche Not-Ärzte e.V." zur Hilfe vor Ort, wo es not tut.

Auch Else Lasker-Schüler war einst ein Flüchtling - Spenden dafür bitte mit dem Kennwort "Else Lasker-Schüler":

Sparkasse Köln

IBAN: DE85 3705 0198 0002 2222 22

SWIFT. BIC: COLSDE33

 

Freitag, 20. November 2015

Stadtsparkasse Wuppertal, Islandufer 15

  • 362_Shaghayegh Shahrabi
  • 363_Shaghayegh Shahrabi  mit Oboe
  • 379_Hajo Jahn im Interview mit Dr_Werner Strahl _CAP ANAMUR
  • 383_Dr_ Werner Strahl Vorsitzender CAP ANAMUR  Deutsche Notaerzte eV
  • 383_Hajo Jahn
  • 391_ Rolf Kuehn Jazzlegende
  • 391_Rolf Kuehn Jazzlegende m_Klarinette
  • 391_Rolf Kuehn Klarinette
  • 392_aufmerksame Zuhoerer
  • 403_Gunther Woelfges_Begruessung
  • 406_OB Andreas Mucke_Grussworte
  • 409_Oberbuergermeister Andreas Mucke_Grussworte
  • 433_Hans Richter Rezitation
  • 472_Hajo Jahn_Vorstellung der Podiumsteilnehmer
  • 475_Podiumsdiskussion_Teilnehmert
  • 478_Podiumsdiskussion_Teilnehmer
  • 482_Lamya Kaddor _Schriftst u Vors_d_Liberal Islam_Bundes
  • 488_Lamya Kaddor u_ Horst Klaeuser _Journalist
  • 498_Podiumsdiskussion_Teilnehmer
  • 500_L_Kaddor H_Klaeuser A_Salami W_Strahl _Foto M_Brusten
  • 509_waehrend d_ Podiumsdiskussion im Saal der Sparkasse
  • 531_Veranstaltungsraum in Stadtsparkasse
  • 543_Dr_Klaus Haensch Ex_Praesident EU_Parlament
  • 543_Fritz Pleitgen _Journalist_ u_ Dr_Klaus Haensch_Ex_Praes_EU_Parlament
  • 545_Dr_Klaus Haensch Ex_Praesident EU_Parlament
  • 561_Aziz Salami _Autor_ u_ Dr_Werner Strahl _Vors_CAP ANAMUR
  • 561_Aziz Salami _Lyriker Autor u_ uebersetzer

Samstag, 21. November 2015

Evangelische Citykirche Wuppertal-Elberfeld, Kirchplatz

  • 574 _ EvangCity_Kirche _ waehrend dLesung
  • 578 _ Corinna Harfouch und Johannes Gwisdek
  • 586 _ Corinna Harfouch und Johannes Gwisdek
  • 587 _ Corinna Harfouch mit Puppe
  • 587 _ Corinna Harfouch von der Seite
  • 587 _ Corinna Harfouch
  • 612 _ Corinna Harfouch mit Puppe

Sonntag, 22. November 2015

Evangelische Citykirche Wuppertal-Elberfeld, Kirchplatz

  • 635_Ron Williams Gesang u_Michael M_Ruff Klavier
  • 645_Ron Williams Gesang
  • 645_Ron Williams
  • 647_Ron Williams
  • 657_Hajo Jahn in guter Stimmung
  • 663_in der City_Kirche ueberfuellt
  • 676_City Kirche bei d_Lesung v_N_Hoger u_H_Richter 2
  • 676_City Kirche bei d_Lesung v_N_Hoger u_H_Richter
  • 677_Nina Hoger u_Hans Richter bei der Lesung
  • 691_Nina Hoger u_Hans Richter bei der Lesung Foto M_Brusten
  • 692_Nina Hoger waehrend ihrer Lesung
  • 693_Hans Richter
  • 706_Nina Hoger u_Hans Richter beim Abgang
  • 711_Hans Richter Nina HogerGerold Theobald
  • 714_Hans Richter Nina Hoger Gerold Theobalt
  • 715_Akteure u_Gaeste lauschen Ron Williams
  • 716_I_BerbenH_RichterN_HogerG_Theobalt
  • 717_Ron Williams vor Publikum
  • 723_Hajo Jahn moderiert
  • 747_Iris Berben temperamentvolle Lesung
  • 756_Iris Berben waehrend der Lesung  _
  • 783_Iris Berben u_Bernd Kuschmann
  • 803_Nina Hoger
  • 806_Iris Berben
  • 810_Iris Berben
  • 813_Ron Williams vor Publikum
  • 822_alle Akteure beim Schluss_Aplaus
  • 823_alle Akteure nach Schluss_Aplaus
  • 839_Hajo Jahr und Fan
  • 843_Gerold Theobalt
  • 849_Iris Berben u_Hajo Jahn im Gespraech nach d_Show
  • 852_Iris Berben nach der Lesung
  • 854_Bernd Passmann und Nina Hoger im Gespraech nach der Show
  • 856_Sauer und Nina Hoger im Gespraech nach d_Show
  • 859_Ron Williams u Gerold Theobalt im Gepraech nach d_Show

© Bilder: Prof. Dr. Manfred Brusten

 

Fremdfühlen

Zum 25jährigen Bestehen hat die Else Lasker-Schüler-Gesellschaft beim Medienprojekt Wuppertal einen Kurzfilm über Jugendliche in Auftrag gegeben: »Fremdfühlen« . Er kann auf Youtube angeschaut oder auf DVD bei uns bestellt werden Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder über unsere Postanschrift in der Herzogstr. 42, 42103 Wuppertal. - »Ich fühle mich deutsch, auch wenn ich nicht deutsch aussehe. Ich fühle mich in Deutschland zuhause.« Alexandra ist Jüdin, stammt aus der Ukraine, Erens Eltern kommen aus der kurdischen Türkei, Shagkayegh aus dem Iran, Horsts Vater ist Deutscher, seine Mutter Ecuadorianerin, er wurde in Ecuador geboren. Akram flüchtete aus Syrien nach Deutschland. »Ich fühle mich da fremd, wo ich merke, dass ich nicht gewollt bin.«, sagt Horst. Die Kopftuch-tragende Muslima Tasnim ergänzt: »Ich fühle mich fremd, wo ich komisch angeschaut werde, wo eine Distanz ist zwischen Menschen, wo ich merke, dass sich andere von mir abgrenzen.« 

https://www.youtube.com/watch?v=etdcQUWtUMo&feature=youtu.be

 

die nachricht

lieber heinrich heine!

. . . und wenn es wahr ist

und du noch wie wir im exil,

so schreib doch bitte, zu guter letzt

ein kleines lied von uns,

im einundzwanzigsten jahrhundert,

wir völker, die vom kriege

westwärts auf der flucht . . .

du wirst es nicht bedauern,

das will ich dir beteuern . . .

viel zeit gewährt mir nicht,

das sinkend floß im sturm . . .

für diese letzte flaschenpost . . .

aus meinem tagebuch lass dir berichten:

". . . im kaltnacht der orangenblüten

flüchteten wir durch

unwegsamen wüsten, durstend

nach salzigen

und stürmischen gewässern,

die uns in ihren dunklen tiefen zogen . . .

und unsere kinder die wir in den fluten trugen

konnten wir nicht stillen . . .

leblos leise strandeten die körper

lieblos abgestoßen von der freiheit

an den ufern . . . ferner länder . . ."

 

Sam Vasheghi

Dichter, aus dem Iran geflohen, Mitglied der ELS-Gesellschaft

lebt in Schweden

 

Refugees welcome by musicians!

Liebe MusikerInnen, liebe KünstlerInnnen,

Flüchtlinge und Asylbewerber brauchen unsere Unterstützung. Lasst uns ein Zeichen setzen. 

Flüchtlinge und Asylbewerber haben kaum Freizeit- und Ablenkungsmöglichkeiten. 

Lasst uns deshalb Konzerte in den Heimen und Notunterkünften machen. 

Musik ist die am leichtesten verständliche Kulturform. 

Verzichtet dabei auf Lautstärke und setzt auf Euer Einfühlungsvermögen.

Lasst uns ohne weitere Aufforderung auf die Stadtverwaltungen- und Flüchtlingsinitiativen zugehen.

Organisiert selbstständig Konzerte und positive Aktionen in Notunterkünften. Lasst uns auf die Menschen zugehen.

Denkt auch an die Kinder!

Musik verbindet alle Menschen weltweit.

Wir alle sind in der Lage so etwas zu organisieren. 

Lasst es uns tun und schnelles und nachhaltiges Zeichen gegen Rassismus und für ein Willkommen setzen. 

Wir alle können dort die Welt verbessern, wo wir leben.

 

Die Unterzeichner

Andreas Schäfer (astronautenkost.org)

Martin Hofmann (musiker-board.de)

Hajo Jahn (Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft e.V.)

Kerstin Meisner (memo-media.de)

 

Geschichte soll nicht das Gewissen belasten, sondern den Verstand erhellen.

G.E. Lessing

 

- Wir arbeiten ehrenamtlich für eine zeitgemäße Erinnerungskultur. Brücken dazu sind die Schicksale der Künstler, deren Bücher verbrannt, deren Kunstwerke zensiert und verboten wurden, die verfolgt wurden und emigrieren mussten.

- Das Schicksal von Else Lasker-Schüler steht als Metapher dafür, wie im Nazi-Deutschland mit Intellektuellen verfahren wurde: 1933 floh sie aus Deutschland in die Schweiz, wo sie von der Fremdenpolizei bespitzelt wurde und Schreibverbot hatte. 1937 wurden ihre Zeichnungen als „entartet“ aus der Berliner Nationalgalerie beschlagnahmt. 1939 erhielt sie kein Visum mehr für die Schweiz. In Palästina/Israel hat sie die Sprache des Landes nie erlernt, was vor allem für exilierte Dichter, Journalisten oder Schauspieler existentiell ist. Ihre Heimat war die deutsche Sprache. Unser Ziel ist ein „Zentrum für Verfolgte Künste“.

 

denkmal2