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Vorträge, Bühnenprogramme, Lesungen zu und über Else Lasker-Schüler und verbrannte Dichter/Künstler.

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Wir bieten an Powerpoint-Präsentationen über

  • "Die Verscheuchte"
  • Poetin der Zeichenfeder
  • Prinz und Barbar (ELS und Gottfried Benn)
  • Der blaue Reiter präsenjtiert Eurer Hoheit sein blaues Pferd (ELS u. Franz Marc-Korrespondenz)

sowie

  • "Fahrenheit 451" (Bücherverbrennungen)
  • "Durchbruch der Moderne" (20. Jahrhundert)
  • "Freiheit ist mehr als ein Wort" (Verfolgung von Schriftstellern u.a.)
  • Eine Bilderbuch-Karriere (Walter Trier und Erich Kästner).

Ausführende sind: Hajo Jahn (allein oder mit Musikern und Schauspierlinnen)

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Kommentar

Die Zeitung, hinter der angeblich immer ein kluger Kopf steckt (Eigenwerbung), sieht sich gern als das Blatt der mehr oder weniger konservativen Eliten. Vielleicht ist das die Erklärung, warum die FAZ im Oktober 2018 Alexander Gauland die Gelegenheit für einen Gastbeitrag gab. Dabei gehört eigentlich auch die Frankfurter Allgemeine für viele AfD- und Pegida-Anhänger zur „Lügenpresse“ und „System-Presse“. die bekämpft wird wie in Nazizeiten. Else Lasker-Schüler würde sich auf dem Ölberg in Jerusalem in ihrem Grab umdrehen. Leopold Sonnemann, ihr Onkel, war einst Gründer der Frankfurter Zeitung, einer Vorgängerin der heutigen FAZ.

Aber was ist das für ein „Qualitätsjournalismus“, dem AfD-Fraktionsvorsitzenden Alexander Gauland unter „Fremde Federn“ redaktionellen Raum für seine Propaganda zu geben? Es ist eine Grenzüberschreitung - Grenze zu Feinden unserer Demokratie. Oder ist er gar nicht so schlimm und seine Einlassungen zum Nazireich („Vogelschiss“) vernachlässigbar, wenn man ihn in der seriösen „Zeitung für Deutschland“ schreiben lässt? Das ist doch wie ein Ritterschlag. So ähnlich hat es schon einmal angefangen.

Erich Kästner (Wikipedia)

Dabei hatte dieselbe FAZ am 4. September 2018 von diesem ehemaligen CDU-Staatssekretär in einem Interview erfahren, dass er sich gegen unsere Demokratie und ihre Werte wendet: „Ja, gegen das politische System. Die Parteien, die uns regieren. Ich kann auch sagen: das System Merkel. Diejenigen, die die Politik Merkels mittragen, das sind auch Leute aus anderen Parteien und leider auch aus den Medien. Die möchte ich aus der Verantwortung vertreiben.“ Dieser feine Herr der Geschichtsklitterung hat für den Fall der Machtübernahme Säuberungen in den Medien angekündigt. Dazu fällt mir nur Erich Kästner ein, dessen Zitat auch der FAZ-Redaktion bekannt sein sollte: „Was immer geschieht: Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken.“

Hajo Jahn

 

Info (Nr. 113)

Das neue Info (Nr. 113) ist auch online einzusehen. Den Link dazu finden Sie hier .

 

Judith Hélène Stadler: Else Lasker-Schüler: Abigail. Gedicht. Versionen 1923 und 1932.

Der vorliegende Artikel ist eine leicht veränderte Fassung des gleichnamigen Kapitels aus Stadler, Judith Hélène: Michal: Tochter Schauls, Frau Dawids – Liebende. Leidende. Widerständische. Die Rezeption der Figur Michal als Protagonistin in der deutsch-jüdischen Literatur des 20./21. Jahrhunderts vor dem Hintergrund ihrer antiken Vorlagen. Dissertation. Bern 2017:287-327.

 

© Copyright 2017 - Urheberrechtshinweis: Alle Rechte, einschliesslich der Vervielfältigung, Veröffentlichung, Bearbeitung und Übersetzung des vorliegenden Artikels, liegen bei der Verfasserin Judith Hélène Stadler.

 

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Geschichte soll nicht das Gewissen belasten, sondern den Verstand erhellen.

G.E. Lessing

 

- Wir arbeiten ehrenamtlich für eine zeitgemäße Erinnerungskultur. Brücken dazu sind die Schicksale der Künstler, deren Bücher verbrannt, deren Kunstwerke zensiert und verboten wurden, die verfolgt wurden und emigrieren mussten.

- Das Schicksal von Else Lasker-Schüler steht als Metapher dafür, wie im Nazi-Deutschland mit Intellektuellen verfahren wurde: 1933 floh sie aus Deutschland in die Schweiz, wo sie von der Fremdenpolizei bespitzelt wurde und Schreibverbot hatte. 1937 wurden ihre Zeichnungen als „entartet“ aus der Berliner Nationalgalerie beschlagnahmt. 1939 erhielt sie kein Visum mehr für die Schweiz. In Palästina/Israel hat sie die Sprache des Landes nie erlernt, was vor allem für exilierte Dichter, Journalisten oder Schauspieler existentiell ist. Ihre Heimat war die deutsche Sprache. Unser Ziel ist ein „Zentrum für Verfolgte Künste“.

 

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