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Innenministerium genehmigt Verträge

LVR

Gründung des Zentrums für verfolgte Künste rückt näher

Köln./Solingen. 21. August 2014. Die Gründung des Zentrums für verfolgte Künste rückt einen Schritt näher. Das Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen teilte nun der Stadt Solingen und dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) mit, dass es diesem Vorhaben zustimmt.

Viele Künstlerinnen und Künstler werden in Diktaturen mit Arbeitsverboten belegt, von Haft bedroht und verfolgt. Oftmals bleibt ihnen nur die Flucht. Den in der Nazidiktatur betroffenen Künstlerinnen und Künstlern blieb häufig auch nach 1945 die Wertschätzung verwehrt, so dass viele in Vergessenheit gerieten.

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Der Hass und seine Masken

Die Tragödie von Gaza betrifft die ganze Welt. Auch deshalb ist Hilfe von außerhalb nötig.

Prof. Jakob Hessing, Israeli in Jerusalem und seit Gründungszeiten 1990 Mitglied der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft", hat in einem Beitrag für den Berliner Tagesspiegel eine kluge Analyse des "Gaza-Konflikts" gezogen:

Zum Artikel

 

Keine Feuer des Hasses!

Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft verurteilt antisemitische Anschläge 

Schockiert ist die Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft von den antijüdischen Stimmen, Gewaltausbrüchen und Anschlägen auf Synagogen mitten in Europa, mitten in Deutschland.  Der Brandanschlag auf die Synagoge in Wuppertal, der Heimat der größten deutschjüdischen Dichterin, fast 70 Jahre nach dem Ende des Naziterrors muss die Zivilgesellschaft alarmieren.  Der Antisemitismus ist nicht nur das Problem islamischer Immigranten. Leser der sozialen wie etablierten Medien können feststellen, dass selbst deutsche bürgerliche Intellektuelle die Gefahr des Antisemitismus herunterreden (wie Walter von Rossum auf der Seite von WDR 5 noch am Vortag des Brandanschlages), Israel mit den Nazis gleichsetzen, in dem sie Gaza als neues Warschauer Ghetto bezeichnen oder den jüdischen Siedlungsbau mit dem Überfall der Wehrmacht auf Polen gleichstellen, wie es vielfach auf Facebook zu finden ist. Antisemitische Parolen wie von den „Kindermördern Israel“ sind lautstark zu hören. Israelis werden als Vampire dargestellt, die Babys aussaugen.

Die Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft hat auch immer wieder Stimmen, die die offizielle israelische Politik gegenüber den Palästinensern kritisieren, auf ihren Veranstaltungen und in ihren Publikationen zu Wort kommen lasse, wie den Historiker Moshe Zuckermann, den Schriftsteller Uri Avnery oder zuletzt die Autorin und Schauspielerin Sara von Schwarze. Wer aber ehrlich für das Existenzrecht Israels eintritt, muss diesem Staat zubilligen, sich gegen Angriffe, auch von Terroristen zu wehren. In Israel gehen Tausende, vornehmlich junge Leute gegen den Krieg in Gaza auf die Straße, während die Aktionen und die Strategie der Hamas, die auch gegen die palästinensische Zivilbevölkerung gerichtet ist, kaum öffentlichen Protest erfährt. Nicht in Deutschland, nicht in Frankreich, nicht in Ramallah!

Wir setzen uns für einen dauerhaften und gerechten Frieden in Israel, in Palästina, in Syrien, im Irak und Mossul, im Sudan und auch in Nigeria ein. Das Feuer des Hasses darf aber auch in Deutschland nicht wieder auflodern, gleichgültig, von wem es wieder entfacht wird!

 

Hajo Jahn, Vorsitzender der Else-Lasker-Schüler-Gesellsellschaft e.V.

Herzogstr. 42

42103 Wuppertal

 

Andreas Schäfer, Autor & Regisseur

Kanalstr. 67

42657 Solingen

 

 

Info (Nr. 97)

Das neue Info (Nr. 97) ist online einzusehen. Den Link dazu finden Sie hier .

 

Dr. Florence Hervé: Zuerkennung des Bundesverdienstkreuzes am Bande, Begründung meiner Verweigerung der Annahme

Dr. Florence Hervé

Düsseldorf, 2. Juli 2014                                                                                              

(Die deutsch-französische Publizistin, Zeithistorikerin und Frauenrechtlerin  Frau Dr. Hervé ist langjähriges Mitglied der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft. Ihre Ablehnung des Bundesverdienstkreuzes lässt sich auch im Sinne von Else Lasker-Schüler verstehen. Die alleinerziehende Künstlerin hatte in der Weimarer Republik die Macht der Verleger angeklagt sowie die Paragraphen 175 (Homosexuellen-Verfolgung) und 218 (Abort-Verbot) kritisiert. Wir stellen diesen bedenkenswerten Brief von Frau Hervé an Bundespräsident Gauck hier zur Diskussion).                                                                           

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Friedrich Engels in China verhaftet

"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Denkmäler."

(aktualisiertes chinesisches Sprichwort)

Der aus Wuppertal stammende Mitverfasser des Kommunistischen Manifests, Friedrich Engels, wurde auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking verhaftet. Er hatte gegen das Wegsperren der Künstler und Journalisten protestieren wollen, die an den Studentenaufstand vor 25 Jahren erinnern wollten.

Diese - fiktive - Meldung wäre nach Ansicht von Hajo Jahn, dem Vorsitzenden der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft, Realität, wenn der Revolutionär Engels gegenwärtig leben würde. Seiner Meinung nach würde Friedrich Engels zur Niederwerfung des Studentenaufstands nicht geschwiegen haben  und deshalb sehr wahrscheinlich in China weggesperrt werden. Tatsächlich aber übergibt der Botschafter Chinas, Shi Mingde, am Vormittag des 11. Juni als Geschenk der Volksrepublik an die Stadt Wuppertal eine Bronzefigur. Sie wurde von dem im Reich der Mitte renommierten chinesischen Künstler Zeng Chenggang entworfen. Die 3,80 m hohe monströse Figur zeigt den Wegbegleiter von Karl Marx im Stil des sozialistischen Realismus. Dabei dürfte das blutige Massaker auf dem Tiananmen-Platz nicht erwähnt werden. Unerwähnt dürfte aber ebenfalls bleiben, dass auch der in China hochverehrte Friedrich Engels seinerzeit einen verbotenen Autor unterstützt hat - Karl Marx im Exil. Beide haben die Pressezensur des preußischen Regimes scharf kritisiert. Eine "Ehrung" Engels vom Vertreter einer Diktatur, die mit allen Mitteln freie Meinungen unterdrückt, ist nicht nur eine allgemeine Verhöhnung der wichtigsten Werte, die für alle Menschen gleichermaßen gelten, sondern auch eine Verhöhnung eines Mannes, den man zu ehren vorgibt, der aber selbst erst durch  die Möglichkeit und Nutzung der freien Meinungsäußerung zu dem werden konnte, was er später war. Dafür würde er heute in China inhaftiert - so der Vorsitzende der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft.

Weiterlesen: Friedrich Engels in China verhaftet
 

Finissage erschossener Fotografin gewidmet

Das Böse in der Literatur war der Obertitel der Abschlussveranstaltung des XX. Else Lasker-Schüler-Forums. Erinnert hat die Else Lasker-Schüler-Gesellschaft mit ihrem Partner Kunstmuseum Solingen an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren und die Hoch-Zeit des Expressionismus mit Else Lasker-Schüler als der Dichterin der Moderne. Die Brücke zur Gegenwart war die Ausstellung der Fotografin Ursula Meissner, kuratiert von Justinus Maria Calleen, dem Enkel des von den Nazis verfolgten Malers Georg Meistermann. Dr. Calleen führte durch die Fotoausstellung Die Natur des Bösen, die am 17. Mai ihre Finissage erlebte. Sie war gewidmet der Meissner-Kollegin Anja Niedringhaus, die im April in Afghanistan von einem Polizisten erschossen wurde. Angeblich aus Rache für einen Drohnenangriff der Amerikaner auf sein Dorf. Für die Amerikaner sind die Taliban die Bösen - für die Taliban sind es die Amerikaner. Mitwirkende der Veranstaltung "Das Böse in der Literatur" waren Renan Demirkan, Rezitation, Werner Dickel, Viola, Susanne Müller-Hornbach, Cello und Alexander Puliaev, Cembalo. Konzeption: Gerold Theobalt.

 

  • 01- Finissage
  • 02-Finissage
  • 03-Finissage
  • 04-Finissage
  • 05-Finissage
  • 06-Museumsleiter Dr Rolf Jessewitsch begruesste die Besucher die relativ zahlreich erschienen waren trotz des Fussballpokal-Finalspiels Dortmund gegen Muenchen
  • 07-Hajo Jahn Vorsitzender der ELS-Gesellschaft bei der Einfuehrung in Texte und Musik
  • 08-Finissage
  • 09-Finissage
  • 10-Finissage
  • 11-Finissage
  • 12-Finissage

© jovofoto - r-mediabase

 

Geschichte soll nicht das Gewissen belasten, sondern den Verstand erhellen.

G.E. Lessing

 

- Wir arbeiten ehrenamtlich für eine zeitgemäße Erinnerungskultur. Brücken dazu sind die Schicksale der Künstler, deren Bücher verbrannt, deren Kunstwerke zensiert und verboten wurden, die verfolgt wurden und emigrieren mussten.

- Das Schicksal von Else Lasker-Schüler steht als Metapher dafür, wie im Nazi-Deutschland mit Intellektuellen verfahren wurde: 1933 floh sie aus Deutschland in die Schweiz, wo sie von der Fremdenpolizei bespitzelt wurde und Schreibverbot hatte. 1937 wurden ihre Zeichnungen als „entartet“ aus der Berliner Nationalgalerie beschlagnahmt. 1939 erhielt sie kein Visum mehr für die Schweiz. In Palästina/Israel hat sie die Sprache des Landes nie erlernt, was vor allem für exilierte Dichter, Journalisten oder Schauspieler existentiell ist. Ihre Heimat war die deutsche Sprache. Unser Ziel ist ein „Zentrum für Verfolgte Künste“.

 

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